Heftige Drohnenangriffe belasten die Ukraine - und Russland widersteht
Der Ukraine-Konflikt erhält durch eine erneute Serie von nächtlichen Luftangriffen tragische Zuspitzungen. Im Fokus dieser Angriffe steht die Hafenstadt Odessa, wo tragischerweise ein ziviles Opfer zu beklagen und bedeutende Infrastrukturschäden verzeichnet sind. Auch in der Region Cherson im Süden traf es einen weiteren Zivilisten tödlich – ein Drohnenangriff beendete das Leben eines 35-Jährigen, der beim Pflügen eines Traktors von drohendem Leid überrascht wurde.
Besonders schwere Auswirkungen hatten die Angriffe auch im nordöstlichen Charkiw. Die Stadt wurde von nächtlichen Attacken heimgesucht, die laut Bürgermeister Ihor Terechow 27 Verletzte, darunter drei Kinder, forderten. Die schützenden Mauern von Wohnhäusern in zwei Stadtteilen konnten den Angriffen nicht standhalten. Ein erneuter Schlag verschärfte die Situation in kürzester Zeit durch 16 zusätzliche Verletzte. Die Attacke erfolgte im Stakkato von sechs Drohnen innerhalb von zehn Minuten.
Ein Rekrutierungszentrum in Charkiw geriet ebenfalls unter Beschuss, und ein ähnlicher Angriff wurde auch aus Saporischschja gemeldet – diesmal wurde ein Soldat verletzt. Die ukrainische Luftwaffe sieht sich einer erheblichen Herausforderung gegenüber: 101 Drohnen und ihre Attrappen stürmten in der Nacht über das Land, wovon 58 mit entschlossener Abwehr abgeschossen und 17 mit elektronischen Maßnahmen unschädlich gemacht wurden. Zudem wurden vier modifizierte Flugabwehrraketen vom Typ S-300/400 aus Russland abgefeuert.
Das russische Verteidigungsministerium reagierte, indem es die Neutralisierung von 93 ukrainischen Drohnen in seinen Gebieten und auf der Krim reklamierte. Diese Entwicklung bietet einen weiteren Einblick in einen bewaffneten Konflikt, der seit mehr als drei Jahren tobt und in dem auch seitens der Ukraine gezielte Gegenangriffe auf russisches Territorium entschieden worden sind.

