Handelsstreit zwischen USA und China eskaliert weiter
Im neuesten Kapitel des seit langem andauernden Handelskonflikts zwischen den beiden Weltmächten werfen die chinesischen Behörden den USA vor, mit ihren Aussagen über die Einflüsse von Chinas Exportkontrollen auf die globalen Lieferketten gezielt für Zwietracht zu sorgen. Pekings Handelsministeriums-Sprecherin He Yongqian kritisierte die amerikanische Darstellung als übertrieben und verzerrt, was zu unerwünschten Missverständnissen führe. Der Konflikt spitzt sich weiter zu, nachdem der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer Chinas Maßnahmen auf seltene Erden als Versuch wertete, die globale Lieferkette zu kontrollieren.
Die Spannungen verschärfen sich, während der amerikanische Finanzminister Scott Bessent Pekings Vorgehen als Hindernis nicht nur für die Weltwirtschaft, sondern auch für China selbst sieht. Peking hat unlängst angekündigt, seine Exportkontrollregelungen zu verschärfen, was bedeutet, dass eine Exportgenehmigung für 12 von 17 bedeutenden Industrie-Metallen erforderlich wird. Diese Änderungen sollen im November und Dezember in Kraft treten.
Im Gegenzug plant Washington, ab November Zölle auf chinesische Importe drastisch zu erhöhen und Software-Exporte stärker zu regulieren. China wiederum droht mit Gegenmaßnahmen. Ein Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping könnte Ende Oktober am Rande des APEC-Gipfels in Südkorea erfolgen, um möglicherweise Kompromisse zu schließen.
Ebenso wird ein weiteres Treffen zwischen Bessent und Chinas Chefunterhändler He Lifeng angestrebt, während Bessent betont, dass eine Entkopplung der Weltwirtschaft von China keine Option sei, sondern eine Risikominderung.

