Handelskonflikte mit Europa: Trumps Zollpläne lassen Dax erzittern
Die überraschende Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, neue Zölle gegen Deutschland und andere europäische Länder einzuführen, hat am Samstag auf den Finanzmärkten für Unruhe gesorgt. Laut der Berechnung von IG Markets rutschte die Indikation des Dax prompt um etwa 300 Punkte ab. Damit schrammte der deutsche Leitindex nur knapp an einem Bruch unter die psychologisch bedeutende Schwelle von 25.000 Punkten vorbei, bevor er sich zuletzt auf einem Niveau von 25.055 Punkten stabilisierte.
Trump begründete seine Entscheidung mit dem anhaltenden Grönland-Konflikt und setzte damit neue Akzente in den transatlantischen Handelsbeziehungen. Ab dem 1. Februar werden demnach Zölle in Höhe von 10 Prozent auf Waren erhoben, die in die USA exportiert werden; dieser Satz soll ab dem 1. Juni auf 25 Prozent ansteigen. Die Ankündigung erfolgte über Trumps Account auf der Plattform Truth Social und trifft mit ihrer Strenge den europäischen Handelssektor empfindlich.
In einem flüchtigen Versuch, die anfänglichen Verluste wettzumachen, gelang dem Dax zwar ein leichtes Comeback, doch die Unsicherheiten über die zukünftigen Handelsbedingungen scheinen den Erholungsversuch schnell ausgebremst zu haben. Die Marktteilnehmer beobachten nun mit angehaltenem Atem die weitere Entwicklung und die möglichen Gegenmaßnahmen der betroffenen Länder.

