Globale Unsicherheiten durch Grönland-Streit belasten Börsen
Das Gezerre um Grönland hat nach einem verlängerten Wochenende die New Yorker Börsen in Mitleidenschaft gezogen und die Märkte in Europa seit Wochenbeginn in den Abwärtsmodus versetzt. Ein drohender Handelskonflikt zwischen den USA und Europa sorgt für eine Eskalation, nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hat, ab Februar Strafzölle von 10 Prozent auf Importe aus einigen europäischen Ländern zu erheben.
Die Zölle könnten ab Juni auf 25 Prozent ansteigen, sollte kein Abkommen über den Kauf Grönlands durch die USA getroffen werden. Während die europäischen Länder über mögliche Gegenmaßnahmen beraten, steht in den USA die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs über die Rechtmäßigkeit der Zölle aus.
An den US-Börsen gab der Dow Jones Industrial um 1,4 Prozent auf 48.682 Punkte nach, der S&P 500 fiel um 1,3 Prozent auf 6.847 Zähler, und der Nasdaq 100 verlor 1,3 Prozent und landete bei 25.186 Punkten. Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, betonte: „Der Grönland-Streit ist ein Beweis dafür, dass Handelsstreitigkeiten noch lange nicht beigelegt sind.“ Unter der Trump-Administration sei wohl auch künftig mit ständigen Handelskonflikten zu rechnen.

