Handelshaus zwischen West und Ost: Neue Hoffnung für Handelsbeziehungen und TikTok?
Im Rahmen eines kürzlichen Treffens deutete US-Präsident Donald Trump an, dass die Handelsgespräche mit China möglicherweise weiter verlängert werden könnten. Ein geplantes Telefonat mit Chinas Präsident Xi Jinping am Freitag soll Klarheit bringen und könnte zudem eine Vereinbarung über den Verkauf der US-Operationen von TikTok mit sich bringen.
Trump sagte in einer Pressekonferenz mit dem britischen Premierminister Keir Starmer, dass beide Länder einer Einigung näherkämen. Eventuelle Verlängerungen könnten unter den aktuellen, als positiv bewerteten Handelsbedingungen erfolgen. Hinsichtlich TikTok äußerte der US-Präsident, dass die Abwicklung „in Zusammenarbeit mit China“ erfolgen solle und dass die USA von der Einigung profitieren würden. Amerikanische Investoren, die „Amerika lieben“, sollen dabei eine zentrale Rolle spielen. Fragen zu möglichen Änderungen des Algorithmen-Managements von TikTok ließ Trump indes unbeantwortet.
Die geplante Kommunikation zwischen den beiden mächtigsten Wirtschaftsnationen wird die erste seit Juni sein. Ein essenzielles Thema hierbei ist die US-Zukunft der populären App TikTok, deren Besitzverhältnisse derzeit neu geregelt werden. Das neue Konzept könnte die Übernahme durch ein Konsortium, bestehend aus Oracle, Andreessen Horowitz und Silver Lake Management umfassen.
Die Verhandlungen zwischen Washington und Peking sind Teil eines umfassenden Handelsstillstands, der bislang mehrere Verlängerungen erfuhr und bis in den November reichen kann. Die Handelsbeziehungen beider Länder bleiben jedoch angespannt, insbesondere hinsichtlich Exportkontrollen und technologischen Monopolen, wie der Fall Nvidia exemplifiziert, das nach chinesischem Vorwurf Wettbewerbsregeln missachtet haben soll. Trump hat beschieden, dass Nvidia weiterhin Chips nach China exportieren darf – allerdings nur, wenn die US-Regierung einen Anteil von 15% am Umsatz erhält.
Begleitend fordert Präsident Trump auch verschärfte Sanktionen gegen China und Indien für deren Energiekäufe in Russland. Hierbei möchte er den russischen Präsidenten zum Rückzug aus dem Ukraine-Konflikt bewegen. Ob die Gräben der internationalen Politik verkleinert werden können, bleibt abzuwarten.

