Handelsgespräche zwischen Kanada und USA vor einem Neustart
In einem überraschenden Schritt sind Kanada und die USA bereit, ihre Handelsverhandlungen erneut aufzunehmen. Diese Entscheidung gab der kanadische Premierminister Mark Carney bekannt, nachdem Kanada beschlossen hatte, seine geplante Steuer auf US-Technologiekonzerne vorerst auf Eis zu legen. Ursprünglich sollte die Abgabe am Montag in Kraft treten, wurde nun aber gestoppt, um die Aussichten auf ein umfassendes Handelsabkommen zu verbessern. Diese Entwicklung unterstreicht die Bedeutung der USA als Kanadas wichtigsten Wirtschaftspartner.
Noch vor wenigen Tagen hatte US-Präsident Donald Trump mit der Beendigung aller Handelsgespräche gedroht, sollte Kanada die Digitalsteuer durchsetzen. Aus seiner Sicht wäre dies ein direkter Schlag gegen die USA, zumal ähnliche Maßnahmen auch in der Europäischen Union diskutiert werden. Nichtsdestotrotz scheint der Dialog weniger konfrontativ weiterzugehen. Die Verhandlungsführer möchten bis zum Sommer 2025 eine Einigung erreichen.
Kanadas Finanzminister François-Philippe Champagne zeigt sich zuversichtlich, dass der Verzicht auf die Steuer unmittelbare Fortschritte in den Verhandlungen ermöglichen könnte. Die steuerliche Maßnahme, die vor einem Jahr unter Trumps Vorgänger Joe Biden erstmals eingeführt worden war, hatte Unternehmen dazu verpflichtet, eine Steuer auf Umsätze zu zahlen, die durch kanadische Nutzer generiert wurden. Ziel war es, die Gewinne dort zu besteuern, wo sie generiert werden.

