Handelsbeziehungen im Wandel: USA fordern europäische Nerven heraus
Die globalen Wirtschaftsbeziehungen sind im Umbruch. Für die Europäer, die Frieden und Konsens schätzen, kommt die verstärkte Orientierung der USA an harten Machtprinzipien einem Schock gleich. Insbesondere in ökonomischen Fragen zeigen sich die Differenzen. Der derzeitige US-Präsident geht unverblümt auf Abstand zu traditionellen Partnern wie der EU und Kanada und behandelt sie eher wie abhängige Vasallen.
Dieser Ansatz birgt die Gefahr, dass Drohungen und Erpressungen künftig als legitimes Verhandlungswerkzeug gelten könnten. Bereits in der NATO hat die USA an Vertrauen eingebüßt. Nun gefährden sie auch die nach dem Zweiten Weltkrieg mitgeformte globale Handelsordnung.
Der europäische Aufruf zur Besonnenheit bleibt laut, während sich die Weltwirtschaft mit neuen Herausforderungen konfrontiert sieht.

