Hamburg-Berlin: Neun Monate Vollsperrung für Generalsanierung der Bahnstrecke
Ab Freitagabend stehen der deutschen Bahn Herausforderungen bevor, da die bedeutende Strecke zwischen Hamburg und Berlin für umfassende Sanierungsarbeiten für neun Monate stillgelegt wird. Der Fernverkehr weicht während dieser Zeit auf die Routen über Stendal und Uelzen aus, was die Reisezeit um durchschnittlich 45 Minuten verlängert.
ICE- und IC-Verbindungen reduzieren sich auf einmal pro Stunde, im Gegensatz zur bisherigen Halbstundentaktung. Ebenfalls betroffen: der Güterverkehr, der großräumig umgeleitet wird.
Pendler im Regionalverkehr müssen sich auf Einschränkungen einstellen, da viele Verbindungen nur noch teilweise oder gar nicht mehr bedient werden. Als Alternative steht ein Ersatzverkehr mit Bussen zur Verfügung, der schon am Freitagmorgen beginnt, obwohl der reguläre Betrieb erst am Abend unterbrochen wird.
Dieses Projekt ist Teil der umfassenden Generalsanierung der Deutschen Bahn, bei der stark frequentierte und in die Jahre gekommene Schienenkorridore bis ins Jahr 2035 vollständig modernisiert werden sollen. Um das deutsche Schienennetz zukunftssicher zu machen, werden Weichen, Oberleitungen, Gleise und Stellwerke auf den neuesten Stand der Technik gebracht.
Die Strategie sieht vor, dass die Strecken im Anschluss für mindestens fünf Jahre ohne Bauarbeiten auskommen und so ihre Zuverlässigkeit erhöhen. Die Strecke Hamburg-Berlin zählt zu den wichtigsten Fernverbindungen in Deutschland und transportiert täglich rund 30.000 Fahrgäste.
Für die geplanten Maßnahmen werden Investitionen in Höhe von rund 2,2 Milliarden Euro veranschlagt. Neben der Erneuerung von 165 Kilometern Gleis steht auch die Modernisierung von 28 Bahnhöfen auf dem Plan.

