Hackerangriff auf Irans Staatsfernsehen sorgt für Unruhe
Irans staatlich kontrolliertes Fernsehsystem geriet Berichten zufolge ins Visier von Hackerangriffen. Ein Moderator wandte sich direkt an die Zuschauer und erklärte, dass es zu Programmstörungen kommen könnte, da feindliche Satellitenfrequenzen gestört worden seien. Diese ungewöhnliche Durchsage des Moderators war eine Reaktion auf die unregelmäßigen Sendungen, die von iranischen Medien gemeldet wurden.
In den sozialen Netzwerken erschienen Videos, die die Vorfälle visualisieren sollen. Sie zeigten scheinbar Material aus der Zeit der Massenproteste im Herbst 2022. Damals stand die iranische Regierung durch die 'Frau, Leben, Freiheit'-Bewegung unter erheblichem Druck. Ob diese Videos authentisch sind, konnte vorerst nicht bestätigt werden.
Am Montag sorgte zusätzlich ein Angriff der israelischen Streitkräfte auf das Gebäude des Staatssenders für Schlagzeilen. Bei dem Luftschlag kamen zwei Journalisten ums Leben, während die Zentrale schwer beschädigt wurde. Währenddessen hat der iranische Sicherheitsapparat das Internet und Telefonverbindungen ins Land blockiert. Dennoch bleibt es den staatlichen Medien möglich, über soziale Netzwerke zu kommunizieren und ihre Inhalte weiterzuverbreiten.

