Grünes Licht aus Brüssel: Deutschland plant neue Gaskraftwerke
Eine wichtige Weichenstellung für die deutsche Energiewende steht unmittelbar bevor. Die EU-Kommission signalisiert Zustimmung für den Bau neuer Gaskraftwerke, wie Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kürzlich auf einem Wirtschaftsempfang in Halle verlauten ließ. Auf Grundlage der ihnen zugetragenen Informationen aus Berlin soll Brüssel der Kraftwerkstrategie sowie den geplanten Maßnahmen zur Strompreiskompensation positiv gegenüber stehen.
Das Vorhaben sieht vor, Gaskraftwerke als flexible Reserve einzusetzen, um den nationalen Strombedarf auch bei fehlender Wind- und Sonnenergie zu sichern. Die schrittweise Aufgabe der Kohleverstromung bis 2038 schafft Handlungsdruck, wobei die neuen Kraftwerke zunächst ohne Wasserstofffähigkeit gebaut werden. Dies steht im Einklang mit der Vereinbarung, wonach Gaskraftwerke zunächst mit konventionellem Gas betrieben werden können, bevor eine Umrüstung erfolgt.
Die Bundesregierung plant zusätzlich, energieintensive Unternehmen durch subventionierte Industriestrompreise zu entlasten. Diese Maßnahmen umfassen die Jahre 2026 bis 2028, mit einer Auszahlung im Folgejahr. Die Unternehmen hatten diese Entlastung, bestehend aus der möglichen Kombination von Strompreiskompensation und einem günstigen Industriestrompreis, bereits eingefordert.
Bundeskanzler Merz kritisierte die Entscheidung, aus der Kernenergie auszusteigen, scharf und betonte die Dringlichkeit, die Energiewende kosteneffizienter zu gestalten. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) bestätigte, dass die Kostensenkung der Energiewende eine prioritäre Aufgabe der Bundesregierung sei.

