Großauftrag aus China belebt Stabilus-Aktien
Ein bedeutender Auftrag aus China hat den Aktien von Stabilus am Dienstag neuen Auftrieb verliehen. Die Wertpapiere des Automobilzulieferers notierten bei 21,25 Euro und übertrafen damit das vorherige Tageshoch von 20,95 Euro. Diese positive Entwicklung trug dazu bei, dass die Aktien an der Spitze des SDax rund 9 Prozent zulegten. Nach dem Marktcrash am Montag hatten sie mit einem Tiefstwert von 17,48 Euro einen neuen Rekordtiefstand erreicht und im Laufe des Jahres 2025 mehr als 42 Prozent an Wert eingebüßt.
Besonders gefragt sind die intelligenten Türantriebssysteme von Stabilus auf dem chinesischen Markt. Ein kürzlich eingegangener Großauftrag eines chinesischen Automobilherstellers über die Lieferung von jährlich mehr als 400.000 Systemen ab 2026 sorgt für Optimismus, doch zu den finanziellen Einzelheiten wurden keine Informationen preisgegeben. Diese Entwicklung wurde von Akshat Kacker, einem Branchenanalysten bei JPMorgan, kommentiert, der die Vorreiterrolle von Stabilus in dieser aufstrebenden Marktnische unterstrich. Neben der Mechanik stellt Stabilus auch die entsprechende Software bereit, die in Zusammenarbeit mit Synapticon entwickelt wurde.
Das Unternehmen setzt auf einen Anstieg des weltweiten Bedarfs auf 5 Millionen Einheiten bis 2029, verglichen mit einer Million Einheiten dieses Jahr, und plant, etwa ein Drittel des Marktes abzudecken. Trotz aktueller makroökonomischer Herausforderungen bleibt der JPMorgan-Analyst optimistisch und setzt mit einem Kursziel von 55 Euro auf eine deutliche Erholung der Aktien.

