Grenzblockaden: Lastwagenfahrer protestieren gegen EU-Aufenthaltsregelungen
Lastwagenfahrer aus Südosteuropa haben mit Grenzblockaden gegen die verschärften Aufenthaltsbestimmungen der EU für Nicht-EU-Bürger protestiert. Die Fahrer blockieren seit heute die Güterabwicklung an den Grenzen ihrer Länder zu den EU-Mitgliedsstaaten Ungarn, Kroatien und Bulgarien, wie serbische Medien berichten. Die Aktion, die auf unbestimmte Zeit angelegt ist, richtet sich gegen Regelungen, die einen Aufenthalt von Nicht-EU-Bürgern in der EU auf 90 Tage innerhalb eines Halbjahres beschränken.
Diese Vorgaben stellen für Lastwagenfahrer, die regelmäßig zwischen ihren Heimatländern und den EU-Staaten pendeln, eine erhebliche Herausforderung dar. Die Regelungen sind nicht neu, wurden jedoch lange Zeit nicht streng durchgesetzt. Dies änderte sich mit der Einführung eines computergestützten Systems zur Registrierung an den EU-Außengrenzen, welches die Aufenthaltsdauer präzise überwacht.
Branchenvertreter aus dem Balkan melden, dass in den letzten Monaten zahlreiche Lastwagenfahrer aufgrund der Überschreitung der Aufenthaltsgrenze in Deutschland und anderen EU-Staaten festgesetzt und abgeschoben wurden. Nedjo Mandic, Vertreter des serbischen Transportverbands, betonte im serbischen Fernsehen, dass die 90-Tage-Regel für viele Unternehmen nicht ausreiche, um wirtschaftlich zu bestehen.
Ein Sprecher der EU-Kommission erklärte in Brüssel, die EU nehme die Anliegen der Transportunternehmen aus der Balkanregion ernst und stehe in engem Dialog mit den beteiligten Partnern. Maßnahmen zur Verbesserung der Situation seien bereits in Vorbereitung.

