Goldzölle der USA: Ein Schlag für den Edelmetallmarkt
Die Vereinigten Staaten setzen nun Zölle auf Goldimporte ein, ein Schritt, der vor allem die Schweiz hart trifft. Diese Entscheidung der amerikanischen Zollbehörde, Customs Border Protection Agency (CBP), wurde in einem aktuellen „Ruling Letter“ bekannt gemacht, wie die „Financial Times“ berichtet. Dieser Schritt betrifft insbesondere Goldbarren mit einem Gewicht von einem Kilo und 100 Unzen – Formate, die an der New Yorker Börse Comex gängig gehandelt werden.
Die Schweiz als einer der bedeutendsten Exporteure von Gold in die USA, wird besonders von diesem Zollvorhaben betroffen sein. Im letzten Jahr belief sich der Goldexport der Schweiz in die Vereinigten Staaten auf beeindruckende 61,5 Milliarden Dollar. Nach den neuen Regelungen könnten Zölle in Höhe von etwa 24 Milliarden Dollar auf diese Exporte zukommen, da die US-Regierung kürzlich einen Zollsatz von 39 Prozent auf diverse Schweizer Waren eingeführt hat.
Diese neuen Entwicklungen könnten weitreichende Konsequenzen für den globalen Goldhandel haben. Der Analyst Stephen Innes von SPI Asset Management warnte, dass dies eine „tektonische Verschiebung“ des Marktes nach sich ziehen könnte. Bislang wurden Edelmetalle aus der Schweiz zollfrei in die USA exportiert, was nun infrage gestellt wird.
Gleichzeitig zeigen sich am Goldmarkt bemerkenswerte Preisentwicklungen: Der Preis für Feinunze Gold in London stagnierte bei 3.392 US-Dollar, während in New York die Futures auf über 3.500 Dollar stiegen. Ein Anstieg, der die Unsicherheiten auf dem Markt widerspiegelt und den Rohstoffstrategen David Wilson von BNP Paribas ebenfalls beunruhigt. Er betont die Verwirrung in der Branche bezüglich der Anwendbarkeit der neuen Zollbestimmungen.

