Gold und Silber im Fokus: Höchstwerte und politische Einflüsse treiben Edelmetalle
Edelmetalle stehen bei Anlegern weiterhin hoch im Kurs: Der Freitagmorgen sah Rekordpreise für Gold und Silber. Der Goldpreis erreichte einen neuen Höchststand mit einem Anstieg um bis zu 0,6 Prozent und pendelt nun knapp über der bedeutenden Marke von 4.967 US-Dollar pro Feinunze. Damit nähert sich Gold der bedeutenden Schwelle von 5.000 US-Dollar.
Auch Silber setzt seinen Höhenflug fort und nähert sich der 100-Dollar-Marke. Der Silberpreis kletterte am letzten Handelstag der Woche um beachtliche 3,3 Prozent und steht nun bei 99,3853 Dollar pro Feinunze.
Dieses Anziehen der Preise kommt nach einem beeindruckenden Jahresbeginn, in dem Gold bereits um 15 Prozent zulegen konnte. Nach einer Preisexplosion um 65 Prozent im letzten Jahr, angeheizt durch weltweite Konflikte, erzielte das gelbe Edelmetall das größte Jahreswachstum seit 1979.
Politische Spannungen beeinflussen auch weiterhin die Edelmetallmärkte. Die jüngsten Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump gegen europäische Länder im Kontext Grönlands schürten zu Jahresbeginn die Kurse, bevor diese Drohungen letztlich zurückgezogen wurden. Dennoch war der Effekt nur von kurzer Dauer. Nachdem einige Händler zur Wochenmitte Gewinne gesichert hatten, nahmen die Preise schon bald wieder Fahrt auf.
Zunehmendes Interesse der Anleger galt zuletzt Silber, dessen Wert im Vorjahr um nahezu 150 Prozent gestiegen war und in diesem Jahr weitere 38 Prozent zulegte. Während Gold weiterhin als sicherer Hafen in politisch unsicheren Zeiten gilt, profitiert Silber auch von seiner Bedeutung als Industriemetall in Schlüsselbereichen wie Künstliche Intelligenz, Robotik und Energietechnik.

