Edelmetalle glänzen auf Rekordkurs: Gold und Silber trotzen der Krise
Die Nachfrage nach Edelmetallen wie Gold und Silber bleibt ungebrochen, während geopolitische Spannungen Investoren weltweit in ihren Bann ziehen. Der jüngste Höhenflug führte dazu, dass die Preise für beide Rohstoffe am Dienstagmorgen neue Rekorde erreichten. Gold brach alle bisherigen Marken, indem es die 4.700 US-Dollar-Marke erstmals überschritt. Der Preis für eine Feinunze stieg um bemerkenswerte ein Prozent auf 4.717 Dollar. Zwar konnte Gold dieses Niveau nicht ganz halten, blieb mit 4.711 Dollar jedoch immer noch 0,9 Prozent im Plus.
Silber begann den Handelstag mit einem Anstieg um 0,4 Prozent und erreichte damit 94,73 Dollar pro Feinunze, was ebenfalls ein Allzeithoch darstellt. Allerdings verzeichnete Silber zuletzt einen leichten Rückgang, der die vorherigen Gewinne etwas schmälerte.
Der Aufwärtstrend bei Gold im neuen Jahr ist vor allem den zahlreichen geopolitischen Krisen geschuldet, darunter die Spannungen im Iran und die Zollandrohungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber einigen europäischen Nationen im Zusammenhang mit Grönland. Diese Entwicklungen haben dazu beigetragen, dass sich der Goldpreis seit Jahresbeginn um über neun Prozent verteuert hat. Bereits im Vorjahr war Gold eine der begehrtesten Anlageklassen, mit einem Preisanstieg von 65 Prozent – dem stärksten seit 1979.
Silber verzeichnete 2025 sogar ein beeindruckendes Plus von fast 150 Prozent, während es im laufenden Jahr um weitere 31 Prozent zulegte. Seit etwa einem halben Jahr klettert der Goldpreis konstant, während Silber seit Anfang Dezember einen beschleunigten Preisanstieg erlebt.
In wirtschaftlich unsicheren Zeiten gelten Edelmetalle, insbesondere Gold, als zuverlässige „sichere Häfen“. Zusätzlich spielt Silber als entscheidendes Industriemetall eine Schlüsselrolle in der KI-, Robotik- und Energiebranche.

