Globale Temperaturen erreichen alarmierende Höhen
Die Weltwetterorganisation (WMO) hat jüngst alarmierende Daten veröffentlicht, die auf das zweit- oder drittwärmste Jahr seit Beginn der Industrialisierung hindeuten. Dieser Bericht wurde zur Weltklimakonferenz in Belém, Brasilien, vorgestellt und wirft ein Schlaglicht auf die drängenden Herausforderungen des globalen Klimawandels. Im Zeitraum von 2015 bis 2025 erlebte die Erde die heißesten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen vor über 176 Jahren. Besonders die Jahre 2023, 2024 und 2025 stachen als die wärmsten hervor.
Die WMO betont, dass außer dem Februar 2025 jeder Monat seit Juni 2023 neue Temperaturrekorde erzielte. Vorläufige Daten deuten darauf hin, dass die globale Durchschnittstemperatur von Januar bis August um circa 1,42 Grad über dem vorindustriellen Niveau lag. Naturkatastrophen wie Überschwemmungen in Afrika und Asien sowie Waldbrände in Europa und den USA unterstreichen die gravierenden Folgen. Besonders besorgniserregend ist der Anstieg der Treibhausgasemissionen, die 2024 einen neuen Höchststand erreichten und 2025 weiter zulegten.
Die WMO verzeichnete zudem eine beispiellose Schmelze des arktischen Meereises nach dem Winter. Während der Meeresspiegel aufgrund natürlicher Phänomene leicht zurückging, setzt sich der langfristige Aufwärtstrend fort. Der Wärmegehalt der Ozeane, wahrscheinlich höher als der Rekordwert von 2024, wird ebenfalls als kritisch eingestuft, da er negative Auswirkungen auf die marinen Ökosysteme und die Artenvielfalt hat.
Trotz der Herausforderungen bleibt laut WMO-Generalsekretärin Celeste Saulo das langfristige Ziel, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad bis zum Ende des Jahrhunderts zu begrenzen, erreichbar. Voraussetzung ist jedoch eine drastische Reduzierung der schädlichen Emissionen. Die kommende Klimakonferenz soll hierzu Lösungsansätze erarbeiten.

