Lizenz zum Schleichen: So krempelt IO Interactive James Bond in 007: First Light um
Das Warten hat fast ein Ende: 007: First Light erscheint offiziell am 27. Mai 2026 für PlayStation 5, Xbox Series X/S und PC. Wer auf der Nintendo Switch 2 spielen möchte, muss sich noch bis zum Sommer gedulden – Entwickler IO Interactive benötigt hier zusätzliche Zeit für die Optimierung. Das Studio, das sich mit der Hitman: World of Assassination-Trilogie ein Denkmal gesetzt hat, scheint seine Expertise für „Social Stealth“ nun perfekt auf den berühmtesten Geheimagenten der Welt zu übertragen. Nun wurden dank einer Hands-on-Vorschau im PlayStation Blog weitere Details zum kommenden Spiel enthüllt. Die Vorschau konzentriert sich darauf, wie gekonnt 007: First Light Action- und Stealth-Elemente kombiniert, um ein authentisches James-Bond-Erlebnis zu schaffen.
Ein Bond vor der Doppel-Null: Die Story
Anders als viele bisherige Spiele setzt 007: First Light auf eine Origin-Story. Wir schlüpfen in die Rolle eines jungen James Bond (gespielt von Patrick Gibson), der zu Beginn noch als einfacher Seemann in der Royal Navy dient. Nach einem Hubschrauberabsturz an der Küste Islands beginnt sein Aufstieg zum Elite-Agenten.
Interessant: Der Fokus liegt hier nicht auf stumpfer Action. In Island müssen wir uns zunächst an Söldnern vorbeischleichen und Informationen sammeln, indem wir uns verkleiden. Erst nach dem erfolgreichen Abschluss dieser Mission wird Bond vom MI6 unter die Fittiche von Mentor John Greenway (gesprochen von Lennie James) genommen.
Gadgets und Gänsehaut: Der Q-Faktor
Was wäre ein Bond ohne technisches Spielzeug? Die Preview gibt Einblick in das neue Arsenal, das stark an moderne Stealth-Games erinnert:
- Die Q-Lens: Ein Hightech-Visier, mit dem Bond Gegner durch Wände markieren und hackbare Elektronik aufspüren kann.
- Die Q-Watch: Ein Klassiker mit Upgrade. Die Uhr feuert einen Laser ab, der nicht nur Seile durchtrennt, sondern Gegner auch kurzzeitig betäubt – perfekt für lautlose Takedowns.
- Improvisierter Nahkampf: Bond nutzt die Umgebung. Gegner können gegen Wände geschleudert oder mit herumliegenden Gegenständen ausgeschaltet werden.
Hitman lässt grüßen: Gala-Abende und Müllabfuhr
Besonders spannend klingt die dritte gezeigte Mission in London. Bei einer feinen Gala kommt das „Social Stealth“-System voll zum Tragen. Wie wir es von Agent 47 kennen, kann Bond in verschiedene Rollen schlüpfen, NPCs bezirzen und Ziele durch „Unfälle“ (wie einen fallenden Kronleuchter) ausschalten.
Doch IO Interactive vergisst die Action nicht: Die Mission gipfelt in einer rasanten Flucht am Steuer eines Müllwagens durch die engen Gassen Londons. Dieser Mix aus ruhigem Vorgehen und brachialen Set-Pieces könnte genau die Mischung sein, die der Serie seit Blood Stone fehlte.
Lizenz zum Hype: Kann IO den Bond-Fluch brechen?
Man spürt an jeder Ecke, dass hier die Meister des Stealth-Genres am Werk sind. Die Entscheidung für einen jungen Bond und die Einbindung von Lana Del Rey für den Titelsong zeigt, dass IO Interactive die cineastische Identität der Marke verstanden hat. Dass die Nintendo Switch 2-Version verschoben wurde, ist zwar schade, spricht aber für den Qualitätsanspruch des Studios – lieber ein sauberer Port im Sommer als ein technisches Desaster zum Launch.
Einziger Wermutstropfen: Die angekündigte Deluxe Edition mit exklusiven Outfits und Waffen riecht nach den üblichen Vorbesteller-Boni, die wir in AAA-Titeln mittlerweile fast schon überdrüssig sind. Wenn das Hauptspiel aber die Tiefe eines Hitman mit der Inszenierung eines Bond-Films kreuzt, steht uns im Mai ein echtes Highlight bevor.

