Gletscherabbruch im Lötschental: Versicherer eilen zur Schadensregulierung
Der dramatische Gletscherabbruch im Lötschental, Schweiz, hat Ende Mai für erhebliche versicherte Schäden gesorgt, die sich nach ersten Schätzungen auf etwa 320 Millionen Franken (rund 340 Millionen Euro) belaufen. Die Bilanz der Schäden umfasst sowohl private Wohnhäuser als auch Geschäftsgebäude, wie der Schweizerische Versicherungsverband bekanntgab.
Zielgerichtet und ohne bürokratische Hindernisse haben die Versicherungsgesellschaften schnelle Hilfe für die betroffene Bevölkerung zugesagt, und den Geschädigten fließt bereits finanzielle Unterstützung zu. Der Katastrophe vorausgegangen waren mehrere Felsstürze, die letztlich den Abbruch des Gletschers auslösten.
Mit einer gewaltigen Masse aus Eis, Felsen und Geröll stürzte dieser in das Tal und begrub nahezu das gesamte Dorf Blatten unter sich. Zu der Zerstörung kam es infolgedessen, dass der Fluss Lonza aufgrund eines durch den Schuttkegel blockierten Flussbettes über die Ufer trat und die verbliebenen Häuser überflutete, da sich hinter der Blockade ein See gebildet hatte.
Investoren und Versicherer stehen nun vor der Herausforderung, nicht nur die unmittelbaren Schadensregulierungen voranzutreiben, sondern auch präventive Maßnahmen zu ergreifen, um derartigen Naturgewalten zukünftig besser gewappnet zu sein. Dies wirft erneut die Frage nach der Risikobewertung in durch Gletscher- und Felsstürze gefährdeten Regionen auf und stellt die Nachhaltigkeit bisheriger Präventionsmechanismen in Frage.

