Givaudan verfehlt Erwartungen: Aktien unter Druck
Die Aktien von Givaudan erlebten am Donnerstag einen deutlichen Rückgang, nachdem die Jahresergebnisse veröffentlicht wurden. Mit einem Kursverlust von rund sechseinhalb Prozent und einem Stand von 2.935 Franken rangierte das Papier am unteren Ende des Schweizer Leitindex SMI, was gleichzeitig den niedrigsten Wert seit Herbst 2023 darstellt.
Ursache für die Kursverluste war das hinter den Prognosen zurückbleibende organische Wachstum im vierten Quartal sowie die enttäuschende operative Marge. Die im Dax gelisteten Aktien des Konkurrenten Symrise gerieten ebenfalls unter Druck, verloren im Zuge der Ereignisse drei Prozent und notierten bei 70,40 Euro. Dies trug dazu bei, dass Symrise erneut zu den schwächsten Titeln im Dax zählte, wobei der Kurs in den letzten zwölf Monaten um etwa 30 Prozent absackte, während der Dax selbst um 13 Prozent zulegte.
Analysten der UBS und der US-Bank JPMorgan verwiesen bei Givaudan auf das unbefriedigende organische Umsatzwachstum im Schlussquartal. Auch bei der Rentabilität fiel das Schweizer Unternehmen hinter die Erwartungen zurück. Der vergleichbare operative Gewinn (Ebitda) im zweiten Halbjahr lag laut UBS um etwa vier Prozent unter den Marktschätzungen, während JPMorgan eine "unerwartet schwache" bereinigte Ebitda-Marge von 24,2 Prozent für das gesamte Jahr 2025 feststellte.
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen erwarten Analysten Anpassungen der Konsensschätzungen für das Jahr 2026. Vontobel stellte sich hingegen etwas optimistischer dar und hob die Stabilität im Verlauf des Schlussquartals 2025 sowie die breite Diversifikation hervor, die sich in einem volatilen Marktumfeld vorteilhaft auswirkte. Trotz der jüngsten Enttäuschungen, so Vontobel, spiegele die aktuelle Bewertung von Givaudan eine übermäßig negative Sicht wider, die den langfristigen Wertschöpfungsperspektiven zu wenig Beachtung schenke.

