Ghost of Yōtei: Legends – Neuer Patch bringt Quickplay für Überlebensmissionen und schwächt den Bogenschützen
Sucker Punch Productions hat mit Ghost of Yōtei: Legends einen kooperativen Modus ins Leben gerufen, der ambitionierten Spielern einiges abverlangt – vor allem auf den höheren Schwierigkeitsstufen. Wer sich bereits durch die ersten Runden gekämpft hat, weiß: Das Gleichgewicht zwischen Herausforderung und Spielbarkeit ist eine heikle Angelegenheit. Ein frischer Patch greift nun an mehreren Stellen ein – mit Änderungen, die manche begrüßen werden, und mindestens einer, die Bogenschützen-Liebhaber weniger erfreuen dürfte.
Quickplay und Bestenlisten endlich vollständig
Eine der praktischsten Neuerungen betrifft die Spielervermittlung: Quickplay steht ab sofort standardmäßig für Überlebensmissionen zur Verfügung. Gerade für alle, die den Modus regelmäßig spielen und nicht lange auf Mitspieler warten wollen, ist das eine willkommene Verbesserung. Die Warteschlangen dürften sich dadurch merklich verkürzen, da Quickplay nun deutlich zugänglicher ist als zuvor. Darüber hinaus werden aktive Herausforderungskarten künftig in der Bestenliste angezeigt – inklusive der verbleibenden Zeit, um den eigenen Punktestand noch zu verbessern. Wer wettbewerbsorientiert spielt, bekommt damit endlich die Transparenz, die dieser Aspekt des Spiels bislang vermissen ließ.
Anpassungen bei Ressourcen und Fähigkeiten
Jenseits der organisatorischen Änderungen hat Sucker Punch auch an den Spielmechaniken selbst geschraubt. Die Abwurfrate von Fußangeln, Munition, Ultimativer Aufladung und Geist wurde überarbeitet – in welche Richtung genau, bleibt dem tatsächlichen Spielen überlassen, doch die Anpassungen deuten darauf hin, dass das Team die Ressourcenknappheit auf höheren Schwierigkeitsstufen im Blick hatte. Darüber hinaus lässt sich der Geist-Kunai nun korrekt mit anderen zugehörigen Waffenvorteilen kombinieren, was neue Synergien ermöglicht. Der Schattenflammende Pfeil zündet Gegner überdies endlich zuverlässig – ein Fehler, der im Alltag durchaus störend war. Auch beim Zerlegen von Ausrüstung gibt es nun mehr Währung, was Aufwertungen und Neuausrichtungen von Gegenständen etwas weniger zermürbend macht.
Der Bogenschütze verliert seine stärkste Stütze
Wer bisher auf den Bogenschützen gesetzt und dabei besonders von der Wahren Ziel-Yumi profitiert hat, muss sich auf eine Ernüchterung einstellen: Der Ultimative Gewinn dieser Fähigkeit wurde laut Patchnotes erheblich abgeschwächt. Die Yumi galt in ihrer bisherigen Form als überaus mächtig – zu mächtig, wie es scheint. Dieser Schritt ist keine Überraschung, wenn man bedenkt, wie deutlich die Fähigkeit aus der Menge herausragte. Gleichgewicht in einem kooperativen Modus herzustellen ist eine fortlaufende Aufgabe, und Sucker Punch hat mit diesem Eingriff ein klares Zeichen gesetzt, dass kein Bauelement dauerhaft unberührt bleibt. Wer seinen Spielstil bisher stark darauf aufgebaut hat, tut gut daran, sich alternative Kombinationen zu überlegen – denn weitere Anpassungen werden mit Sicherheit folgen.
Ein Raid steht vor der Tür
Dieser Patch dürfte erst der Auftakt einer längeren Reihe von Gleichgewichtsanpassungen sein. Ähnlich wie der Vorgänger Ghost of Tsushima mit seinem Legends-Modus wird auch Ghost of Yōtei: Legends im kommenden Monat einen Überfall erhalten – ein Inhalt, auf den viele Fans bereits gespannt warten. Die Grundlage, die Sucker Punch mit diesem Update legt, lässt hoffen, dass der Modus bis dahin in einem ausgeglicheneren Zustand ankommen wird. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Gemeinschaft an die Änderungen anpasst und welche neuen Strategien sich herauskristallisieren.


