GFT Technologies: Ambitionierte Wachstumsziele trotz kurzfristiger Gewinneinbußen
Der in Stuttgart ansässige Softwareexperte GFT Technologies hat seine Pläne zur erheblichen Steigerung von Umsatz und Marge bis 2029 bekannt gegeben. Ungeachtet der kurzfristig prognostizierten Abnahme des operativen Ergebnisses für das laufende Jahr erfreut sich der Mittel- bis Langzeitausblick großer Beliebtheit bei Investoren, was am Donnerstag zu einem zweistelligen Kurssprung der Aktie an der Spitze des SDax führte.
Das Unternehmen plant, seinen Umsatz bis 2029 auf etwa 1,5 Milliarden Euro zu erhöhen, mit einer bereinigten Ebit-Marge von 9,5 Prozent. Laut Mitteilung von CEO Marco Santos strebt GFT Technologies nachhaltiges und profitables Wachstum an, auch wenn kurzfristige Maßnahmen den Gewinn drücken könnten. Die Umstellung auf eine vollständig KI-zentrierte Struktur bis 2029 spielt dabei eine zentrale Rolle. Erwartet wird eine signifikante Rentabilitätssteigerung ab 2026.
Im Jahr 2023 soll der Umsatz um sieben Prozent auf etwa 930 Millionen Euro steigen, aber das operative Ergebnis wird voraussichtlich mit 68 Millionen Euro rund zwölf Prozent niedriger als 2024 ausfallen. Die Marge wird mit etwas mehr als sieben Prozent deutlich unter der Vorjahresmarke von 8,9 Prozent liegen. Die 2025er-Prognose soll jedoch den Markterwartungen entsprechen.
Grund für die zurückgehende Prognose beim Vorsteuerergebnis, das voraussichtlich um acht Prozent auf 60 Millionen Euro sinken wird, sind höhere Investitionen und Effizienzssteigerungsmaßnahmen sowie erhöhte Aufwendungen für Sozialversicherungssysteme. Im vergangenen Jahr wuchs der Umsatz um zehn Prozent auf 871 Millionen Euro, wobei insbesondere Geschäfte im Banken- und Industriesektor florierten.
Das bereinigte Ebit stieg um sechs Prozent auf 77,4 Millionen Euro, jedoch fiel der Vorsteuergewinn um vier Prozent auf etwa 65 Millionen Euro. Für 2024 plant der Vorstand eine stabile Dividende von 50 Cent pro Aktie.

