Gezielte Vergeltung: Israels Luftwaffe trifft Huthi-Stellungen im Jemen
Die angespannte Lage in Nahost hat sich weiter zugespitzt, nachdem die israelische Luftwaffe einen umfassenden Angriff auf Stellungen der Huthi-Miliz im Jemen gestartet hat. Ziel des Einsatzes waren unter anderem militärische Anlagen in Sanaa, der Hauptstadt des Landes, deren Standort den Präsidentenpalast umfasst. Auch mehrere Infrastruktureinrichtungen, darunter zwei Elektrizitätswerke und ein Treibstofflager, fielen den Luftschlägen zum Opfer. Diese Einheiten sollen zur Unterstützung der Huthi-Kräfte gedient haben.
Auslöser der militärischen Offensive waren zuvor von der Huthi-Miliz ausgeführte Raketen- und Drohnenangriffe, die die Spannungen in der Region weiter angeheizt hatten. Erstmals soll die Miliz dabei Streumunition verwendet haben, ein Detail, das vom israelischen Militär besonders hervorgehoben wurde. Die israelische Luftabwehr konnte alle bisher abgefeuerten Geschosse erfolgreich abfangen, was die Effektivität des Verteidigungssystems unter Beweis stellt.
Neben den militärischen Zielsetzungen hat der Angriff auch zivile Infrastrukturen betroffen, was Augenzeugen durch laute Explosionen untermalt bestätigten. Der von den Huthi betriebene Fernsehsender Al-Masirah vermeldete Treffer an einem Energie- und Treibstoffdepot. Die Bilanz der Angriffe: vier Todesopfer und zahlreiche Verletzte, wie das von den Huthi kontrollierte Gesundheitsministerium mitteilte.
Aus israelischen Sicherheitskreisen wurde zudem bekannt, dass mehr als zehn Kampfjets an der Aktion beteiligt waren und diese Luftschläge in erheblicher Entfernung von Israel durchführten. Die Mission erforderte mehrere Luftbetankungen, um die Strategie erfolgreich umzusetzen. Die Angriffe sind Teil einer längeren Serie von Vergeltungen, seitdem die Huthi-Miliz ihre Solidarität mit der Hamas im andauernden Konflikt mit Israel erklärt hat.

