Gerresheimer strebt den Verkauf des Moulded-Glass-Geschäfts an
Der Verpackungsspezialist Gerresheimer plant eine strategische Neuausrichtung und kündigt die Trennung von seinem Behälterglasgeschäft an. Dieses Vorhaben ist Teil einer umfassenden Transformation, die den Konzern zu einem führenden Anbieter von Systemen und Lösungen für die Pharma- und Biotechnologiebranche machen soll.
Durch die Fokussierung auf ein spezialisiertes Portfolio, welches Primärverpackungen und Distributionssysteme für Arzneimittel umfasst, verfolgt das Unternehmen klare Wachstumsziele. Die Wertpapiere des Unternehmens zeigten sich nach dieser Ankündigung lebhaft und verzeichneten nach Börsenschluss einen Anstieg von 2,5 Prozent gegenüber dem Xetra-Schlusskurs.
Diese positive Kursentwicklung spiegelt das Vertrauen der Investoren wider, dass die neue strategische Ausrichtung dem Konzern zusätzliche Impulse und bessere Wettbewerbsfähigkeit verleihen könnte. Bereits im vergangenen Jahr hatte Gerresheimer das Moulded-Glass-Geschäft einer gründlichen strategischen Überprüfung unterzogen, um die besten Zukunftsperspektiven auszuloten.
Die Transformation wird zusätzlich durch die Übernahme von Bormioli beflügelt, die dem Neuausrichtungskonzept weitere Dynamik verleiht. Gerresheimer produziert bislang eine breite Palette an Glasprodukten, darunter Fläschchen und Tiegel für die Kosmetikbranche, sowie hochspezialisierte Glas- und Kunststoffverpackungen und Verabreichungssysteme für Medikamente.

