Generali und Mediobanca: Ein spannendes Tauziehen um die Banca Generali
Der italienische Versicherungsgigant Generali bleibt zurückhaltend in der Frage einer möglichen Übernahme seiner Vermögensverwaltung, der Banca Generali, durch Mediobanca. In einem offiziellen Antwortschreiben, das Generali am Mittwoch zusammen mit seinen Halbjahreszahlen veröffentlichte, wird deutlich, dass die Beziehungen zwischen Generali und der interessierten Investmentbank weiter auf dem Prüfstand stehen.
Details zum Inhalt der Antwort wurden nicht offengelegt, allerdings könnte die Stellungnahme erheblichen Einfluss auf die nächsten Schritte von Mediobanca-CEO Alberto Nagel haben. Dieser erwägt, in naher Zukunft ein Treffen mit seinen Aktionären einzuberufen, um sich die notwendige Zustimmung für seinen ehrgeizigen Übernahmeplan zu sichern.
Mediobanca zeigt sich entschlossen und bietet aktuell eine beeindruckende Summe in Höhe von rund 6,5 Milliarden Euro für die Banca Generali, in Form von eigenen Aktien, an. Der Plan wird als strategischer Vorstoß von Nagel interpretiert, der darauf abzielt, eine Übernahme von Mediobanca durch die Banca Monte dei Paschi di Siena zu verhindern.
Zeitgleich verkündet Generali erfreuliche Halbjahresergebnisse. Der Versicherer konnte seinen Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um stolze fünf Prozent auf 2,15 Milliarden Euro steigern, was insbesondere auf eine geringe Schadensquote im Schaden- und Unfallgeschäft zurückzuführen ist. Während die Prämieneinnahmen nur leicht um knapp ein Prozent auf 50,5 Milliarden Euro zulegten, erwies sich das operative Geschäft als robust und ertragsstark.

