Gedämpfte Nachfrage drückt Erwartungen von Gerresheimer
In einer Mischung aus positiven und herausfordernden Nachrichten präsentiert sich der Verpackungshersteller Gerresheimer derzeit mit einer differenzierten Geschäftsentwicklung. Trotz eines Anstiegs der Umsätze um beinahe ein Fünftel auf über 600 Millionen Euro im zweiten Quartal, sieht das Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf auch einige graue Wolken am Horizont.
Insbesondere die schwächelnde Nachfrage im Kosmetikmarkt und Schwierigkeiten im Bereich der oral einzunehmenden flüssigen Medikamente prägen das Bild. Ein Lichtblick in der aktuellen Lage ist der strategische Zukauf von Bormioli Pharma, der dem Umsatz zusätzlichen Schwung verlieh.
Dennoch bleibt das organische Wachstum hinter den Erwartungen zurück. Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erreichte rund 119 Millionen Euro – ein Anstieg um knapp 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Bereits vor einem Monat zeichnete sich ab, dass das laufende Geschäftsjahr schwächer ausfallen könnte als ursprünglich prognostiziert, was das Management veranlasst, die Umsatzprognosen diesbezüglich weiter zu senken. Ebenso wurden die Erwartungen für die mittelfristige Zukunft vorsichtiger formuliert.

