Gedämpfte Erwartungen bei US-Krankenversicherern drücken Aktienkurse
Die Aktienkurse führender US-Krankenversicherer sind vorbörslich erheblich unter Druck geraten. UnitedHealth Group sah sich mit einem Kursrückgang von über 13 Prozent konfrontiert, während die Wertpapiere von CVS Health um nahezu 12 Prozent nachgaben. Humana erlebte einen Rückschlag von über 15 Prozent.
Auslöser für den Kurseinbruch war die Ankündigung der Centers for Medicare & Medicaid Services, die Zahlungen an private Medicare-Versicherungen für Advantage-Pläne im kommenden Jahr lediglich um 0,09 Prozent anzuheben, was praktisch einer Stagnation gleichkommt. Analysten hatten indes mit einer Erhöhung von bis zu 6 Prozent gerechnet, was die Enttäuschung der Anleger umso größer machte.
Investoren waren anfänglich davon ausgegangen, dass die US-Regierung unter Präsident Donald Trump den privaten Medicare-Plänen wohlgesonnen sei. Doch die aktuelle Administration hat die Versicherungsunternehmen zunehmend für steigende Prämien verantwortlich gemacht. Präsident Trump erklärte im Dezember, dass die Versicherungsfirmen 'so viel Geld verdienen und weniger verdienen sollten, viel weniger'.
Die Gewinne der Medicare-Versicherer wurden zuletzt durch wachsende Pflegekosten und aus ihrer Sicht unzureichende staatliche Finanzierungsbeiträge belastet. Der nun bekanntgegebene Erhöhungssatz ist allerdings vorläufig, was bedeutet, dass in den kommenden Monaten noch Anpassungen möglich sind.

