Friedrich Merz als Kanzler gewählt: Ein Wechsel mit großen Hoffnungen
Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz hat es im zweiten Anlauf geschafft: Mit einer knappen Mehrheit von 325 Stimmen wurde er im Bundestag zum neuen Kanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Damit konnte er sich, trotz einer überraschenden Niederlage im ersten Wahlgang, die notwendige Unterstützung der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD sichern, die zusammen 328 Sitze im Parlament einnehmen.
Die feierliche Ernennung zum Kanzler erfolgt durch den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue. Erst mit der Übergabe der Ernennungsurkunde wird Merz offiziell sein Amt antreten und im Bundestag seinen Amtseid ablegen. Auch die Vereidigung seines Kabinetts mit zehn Männern und acht Frauen steht unmittelbar bevor.
Ein besonderes Augenmerk der neuen Regierung liegt auf der Ankurbelung der deutschen Wirtschaft, die in den letzten Jahren an Schwung verloren hat. Auch international steht Deutschland unter Beobachtung. Europäische Partner erwarten, dass Deutschland nach der US-Auslegung der Außenpolitik unter Donald Trump wieder eine stärkere Rolle einnimmt, besonders vor dem Hintergrund der geopolitischen Herausforderungen durch Russland und China.
Schnelle Aktionen werden vom designierten Innenminister Alexander Dobrindt erwartet. Er plant eine Verschärfung der Grenzkontrollen zur Eindämmung der irregulären Migration, was in den kommenden Tagen für Diskussionsstoff sorgen dürfte. Merz plant zudem Antrittsbesuche in Frankreich und Polen, um bilaterale Beziehungen zu stärken und wichtige europäische Themen mit den Staatsoberhäuptern zu besprechen.
Die Herausforderungen sind groß, doch der Regierung aus CDU, CSU und SPD wird zugetraut, die Erwartungen zu erfüllen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt unter anderem in der Zusammenarbeit von Merz und dem designierten Finanzminister Lars Klingbeil, dem Vizekanzler. Ihre Fähigkeit, sich in zentralen Fragen zu verständigen, wird entscheidend für die Zukunft der neuen Bundesregierung sein.

