Fresenius trennt sich von Eugin und setzt Umbaupläne fort
Der DAX-notierte Gesundheitskonzern Fresenius veräußert seine Kinderwunsch-Klinikkette Eugin und markiert damit einen weiteren Meilenstein in seiner aktuellen Strategie der Konzentration und Schuldenreduktion. Wie das Unternehmen aus Bad Homburg bekannt gab, wurde der Deal mit einem Konsortium unter Führung des Finanzinvestors KKR erfolgreich abgeschlossen. Der Verkaufspreis bewegte sich im Rahmen von bis zu einer halben Milliarde Euro, einschließlich potenzieller Zusatzzahlungen bei Erreichung vereinbarter Kennzahlen.
Die Transaktion umfasst ausschließlich die Eugin-Gruppe, wie Fresenius betont. Die Entscheidung steht in deutlichem Kontrast zu den vorgehaltenen Fruchtbarkeitsbehandlungen in den Helios-Kliniken und anderen ambulanten Zentren, die unberührt von diesem Schritt weiterhin von Fresenius angeboten werden. Im vergangenen Geschäftsjahr generierte Eugin einen Umsatz von etwa 227 Millionen Euro.
Die Neuordnung unter der Leitung von Vorstandschef Michael Sen ist Teil einer ehrgeizigen Umstrukturierung, um die hohe Verschuldung des Konzerns abzubauen und das Portfolio schärfer zu fokussieren. In diesem Kontext hat Fresenius seine Aktivitäten auf dem peruanischen Krankenhausmarkt zurückgefahren und sich von der Digitaltochter Curalie getrennt. Sen richtet das Hauptaugenmerk auf das Klinikgeschäft Helios und die Pharmasparte Kabi, während die Geschäftsbereiche wie Fresenius Medical Care und der Klinik-Dienstleister Vamed unter dem Aspekt von Finanzinvestitionen betrachtet werden.
Die Neuorganisation unterstreicht die Bestrebung von Fresenius, sich auf Kernkompetenzen zu konzentrieren und gleichzeitig verspricht der Verkauf von Randbereichen, die Bilanz des Konzerns zu stärken und für künftige Herausforderungen besser zu rüsten. (eulerpool-AFX)

