Freihandelsabkommen mit Mercosur: Merkel drängt auf EU-Einheit

Bundeskanzler Friedrich Merz hat unmittelbar vor dem entscheidenden EU-Gipfel in Brüssel seine Entschlossenheit für das geplante Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten bekräftigt. In einer leidenschaftlichen Regierungserklärung im Bundestag machte der CDU-Politiker deutlich, dass die Handlungsfähigkeit der Europäischen Union auch davon abhängt, ob es nach über 26 Jahren zäher Verhandlungen gelingt, den Handelsvertrag abzuschließen. Mit dem Abkommen soll der europäische Binnenmarkt gestärkt und der Handel mit Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay intensiviert werden.
Merz kritisierte die, die das Abkommen in der aktuellen wirtschaftlichen Lage aufhalten oder Änderungen fordern. Vielmehr sei nun der Moment, vereint an großen Projekten zu arbeiten, statt sich in Detailfragen zu verlieren.
Nichtsdestotrotz meldet Frankreich erneut Forderungen nach Anpassungen und einer möglichen Verschiebung der Verhandlungen an. Diese Unstimmigkeiten zeigen einmal mehr, wie herausfordernd es ist, die unterschiedlichen Interessen der EU-Mitgliedsstaaten in Einklang zu bringen und die ökonomische Kooperation gewinnbringend zu gestalten.

