Frankreichs Energieversorgung unter Druck: EDF reduziert Atomkraftwerksleistung wegen Hitze
Der französische Energiekonzern EDF hat einen beachtlichen Schritt unternommen, um die ökologischen Auswirkungen der aktuellen Hitzewelle abzumildern. Das Kernkraftwerk Golfech im Süden Frankreichs musste vorübergehend heruntergefahren werden. Grund dafür sind die extremen Temperaturen, die das Aufheizen der Garonne, aus der das Kraftwerk sein Kühlwasser bezieht, hätten begünstigen können. Die Betriebsleitung von EDF teilte mit, dass diese Maßnahme am späten Sonntagabend umgesetzt wurde, um die Umwelt zu schützen. Zwar liegen derzeit keine Informationen vor, wie lange die Abschaltung andauern wird, jedoch wurde eine maximale Wassertemperatur von 28 Grad für den Fluss erwartet.
Nicht nur in Golfech, sondern auch im westfranzösischen Atomkraftwerk Blayais wurde die Energieproduktion vorsorglich gedrosselt. Ziel ist es, die Mündung der Gironde vor übermäßiger Erwärmung zu bewahren. Auch für das Atomkraftwerk Bugey, das Kühlwasser aus der Rhône bezieht, stehen ähnliche Schutzmaßnahmen im Raum. EDF zeigt sich indes optimistisch: Die Auswirkungen auf die Stromproduktion seien minimal und die Reduzierung der Kapazität während Hitzeperioden habe seit der Jahrtausendwende lediglich zu einer durchschnittlichen Verringerung von 0,3 Prozent der jährlichen Energieerzeugung geführt.
Diese Maßnahmen verdeutlichen die Anstrengungen von EDF, umweltfreundliche Lösungen zu implementieren und gleichzeitig die Konsistenz der Energieversorgung aufrechtzuerhalten. Die Hitzewelle in Frankreich, die Temperaturen bis zu 40 Grad erreicht, stellt eine durchaus bedeutende Herausforderung dar und wird voraussichtlich bis Mitte der Woche anhalten.

