Frankreich zögert bei Teilnahme am 'Friedensrat' für Gaza
Frankreich steht nach einer Einladung der Vereinigten Staaten vor einer diplomatischen Entscheidung. Vom Élysée-Palast verlautete, dass Präsident Emmanuel Macron das französische Engagement im sogenannten 'Friedensrat' für den Gazastreifen gegenwärtig mit internationalen Partnern evaluiere. Doch trotz der amerikanischen Offerte, ist Frankreich vorerst nicht bereit, den Vorschlägen beizutreten.
Ein zentrales Anliegen bei der Betrachtung der Einladung ist der umfassende Ansatz des geplanten Rates, der nicht nur die humanitäre Lage im Gazastreifen adressiert, sondern auch die Grundsätze der Vereinten Nationen tangieren könnte. Frankreich bleibt ein engagierter Befürworter eines Waffenstillstands in der Region und der Förderung einer politischen Lösung für die Konfliktparteien, Palästinenser und Israelis. Der Einsatz für Multilateralismus bleibt für Paris unverhandelbar.
Parallel zur französischen Überlegung haben weitere internationale Akteure, darunter Russland, die Türkei und die Europäische Union, Einladungen erhalten. Die Bundesregierung in Berlin bestätigte eine solche Einladung ebenfalls, ließ allerdings offen, ob sie den Offerten nachkommen wird. Derzeit ist unklar, in welchem Maße sich Frankreich im Rahmen der Europäischen Union abstimmt, um eine gemeinsame diplomatische Linie zu finden.

