Frankreich verbietet 'Ewigkeitschemikalien' in Kosmetik und Kleidung
Frankreich hat kürzlich ein bahnbrechendes Verbot zur Nutzung der sogenannten Ewigkeitschemikalien, bekannt als PFAS, in Kosmetik und Textilien erlassen. Das neue Gesetz verbietet die Herstellung, den Import und den Verkauf von Kosmetikprodukten, Kleidung und Schuhen, die diese langlebigen synthetischen Verbindungen enthalten. Ebenso untersagt ist die Verwendung von PFAS in Wachsprodukten, wie sie beispielsweise zum Skifahren genutzt werden. Das Verbot tritt Anfang 2026 in Kraft, mit bemerkenswerter Ausnahme von Schutzkleidung für Rettungsdienste und Sicherheitskräfte.
Diese Maßnahme zielt darauf ab, gesundheitliche Risiken zu mindern, die mit diesen Chemikalien assoziiert sind. PFAS, welche nicht natürlich vorkommen und sich in der Natur anreichern, stehen in Verdacht, schwerwiegende Erkrankungen wie Leberschäden und bestimmte Krebsarten zu verursachen. Ihre vielseitige Anwendung in industriellen Produkten und Alltagsgegenständen brachte sie bisher in den Fokus von Diskussionen in Europa. Die EU überlegt, ähnliche Verbote mit wenigen Ausnahmen zu erlassen, was von Industrieverbänden als Bedrohung für die Hightech-Branche gesehen wird.
Ein weiterer kritischer Punkt des französischen Gesetzes ist die Einführung von Kontrollpflichten für Trinkwasser. Man beabsichtigt, die Standards für die Anwesenheit dieser Chemikalien binnen eines Jahres zu aktualisieren. Diese Entscheidung kommt während die Stoffe bereits im Leitungswasser detektiert werden und Bedenken von Umweltorganisationen und der Wasserwirtschaft aufkommen.
Die rechtzeitige Reaktion der französischen Nationalversammlung zeigt ihre Entschlossenheit, Umwelt und Gesundheit zu priorisieren, und hebt sie von anderen EU-Mitgliedern ab. Auch Neuseeland hat als Vorreiter ein ähnliches Verbot in der Kosmetikbranche für Ende 2026 geplant. Die EU-Kommission wird möglicherweise bald ähnliche Schritte betrachten, da der Druck steigt, die Nutzung dieser umstrittenen Substanzen zu regulieren.

