Fortsetzung des Gefangenenaustauschs zwischen Ukraine und Russland: Ein humanitärer Fortschritt
Die Ukraine und Russland haben ihre im Juni in Istanbul eingeleiteten Gefangenenaustauschaktionen fortgeführt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verkündete via Telegram die Rückkehr von Soldaten der Armee, der Nationalgarde und der Grenztruppen. Viele dieser Heimkehrer befanden sich bereits seit 2022 in ihrer Gefangenschaft. Genaue Zahlen zu den Rückkehrern wurden jedoch nicht veröffentlicht.
Auch das russische Verteidigungsministerium bestätigte die Übergabe russischer Kriegsgefangener ohne konkrete Angaben zu deren Anzahl. Der Austausch erfolgte wiederum an der belarussisch-ukrainischen Grenze, die sich als bewährter Ort für diese Operation etabliert hat. In Istanbul hatten sich die Konfliktparteien darauf geeinigt, vorrangig junge Soldaten unter 25 Jahren sowie schwerkranke und schwerverletzte Gefangene zurückzuführen.
Seit dieser Einigung wurden bisher sieben solcher Austauschaktionen durchgeführt. In einer früheren Stellungnahme bezifferte der russische Präsident Wladimir Putin die Anzahl der ausgetauschten Kriegsgefangenen aus beiden Lagern auf über 900. Der anhaltende Konflikt, der mittlerweile seit über drei Jahren die Ukraine betrifft, zeigt sich hier ausnahmsweise von seiner humanitären Seite.

