Fortschritte in Gazastreifen-Verhandlungen: Hoffnung auf Waffenruhe
Im Ringen um eine Waffenruhe im Gazastreifen zeigt sich endlich ein Lichtstreif am Horizont: Die Hamas hat eingewilligt, zehn Geiseln freizulassen, obwohl weiterhin verhandelt werden muss. Unterstützungsgüter, der Rückzug israelischer Streitkräfte und Sicherheiten für einen nachhaltigen Waffenstillstand stehen noch auf der Liste der unerledigten Themen, wie die Organisation bekanntgab.
Derweil äußert US-Präsident Donald Trump seine Zuversicht, dass eine Waffenruhe bis nächste Woche möglich sei. Anlässlich eines Treffens mit Israels Premierminister Benjamin Netanjahu äußerte Trump seine Hoffnung, die Lage im Gazastreifen bald zu beruhigen. Dies, nachdem erneuter Raketenalarm in Israel zu hören war: Eine vom Jemen abgefeuerte Rakete wurde abgefangen, als Huthi-Milizen ihre Unterstützung für die Hamas demonstrierten.
Ein weiteres Mal wird ein Handelsschiff im Roten Meer von der Huthi-Miliz ins Visier genommen. Mit den Berichten von getöteten Besatzungsmitgliedern auf der "Eternity C" und der Inhaftierung der Überlebenden spitzt sich die maritime Bedrohungslage zu. Die diplomatische Vertretung der USA im Jemen fordert unnachgiebig deren bedingungslose Freilassung.
Im abgeriegelten Gazastreifen eskaliert derweil die Gewalt. Israelische Luftangriffe trafen palästinensischen Angaben zufolge ein Wohnhaus in Gaza-Stadt mit tödlichen Folgen. Weitere Opfer forderten Angriffe in anderen Teilen des Gazastreifens.
Doch trotz der Spannungen gibt es laut "Axios" Fortschritte bei den Verhandlungen: Gespräche zwischen US-amerikanischen, israelischen und katarischen Vertretern führten möglicherweise zu einer Annäherung in puncto Waffenruhe. Ein mutmaßlicher Truppenrückzug Israels, vorgeschlagen durch eine neue Lagekarte, könnte die Chancen auf eine Einigung erhöhen.
Unterdessen laufen diplomatische Gespräche auf Hochtouren: Bundesaußenminister Johann Wadephul trifft sich mit seinem israelischen Amtskollegen und Österreichs Außenministerin zur Diskussion aktueller Problemstellungen.
Netanjahu und Trump betonen währenddessen, dass langfristige Sicherheitsinteressen nicht geopfert werden dürfen: Weder soll ein Abkommen um jeden Preis entstehen, noch sollen Unnachgiebigkeit die Friedensbemühungen gefährden. Ihr gemeinsames Ziel bleibe klar: Die Rückkehr der Geiseln und die Entmachtung der Hamas.

