Formycon meldet vielversprechende Fortschritte: Neue Partnerschaften und Finanzierungen im Fokus
Der bayerische Pharmakonzern Formycon bahnt sich mit der Vermarktung seines Biosimilars für das Augenmedikament Eylea in den nordamerikanischen Märkten neue Umsatzquellen. Wie das Unternehmen am Mittwoch bekannt gab, hat die Klinge Biopharma, Besitzerin der weltweiten Vermarktungsrechte, einen entscheidenden Vertrag mit dem Vertriebsspezialisten Valorum Biologics abgeschlossen. Dieses Abkommen eröffnet Valorum die Möglichkeit, das Medikament sowohl in den USA als auch in Kanada anzubieten.
Klinge Biopharma erhält laut Vertragsbedingungen nicht nur Voraus- und Meilensteinzahlungen, sondern profitiert auch in nicht näher bezifferter Höhe vom Nettoumsatz. Für Formycon bedeutet das, dass ihnen ein Anteil im mittleren einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich zusteht. Zudem sichert sich Formycon durch die Koordination der Lieferkette zusätzliche Einnahmen aus Servicezahlungen und einer volumenabhängigen Gewinnbeteiligung. Die positive Resonanz auf diese Nachrichten ließ die Formycon-Aktie um fast vier Prozent klettern.
Nachdem Formycon im vergangenen Jahr die Zulassung in den USA für sein Biosimilar FYB203, zukünftig unter dem Namen Ahzantive vertrieben, erfolgreich erhalten hat, wird in Kanada die behördliche Genehmigung noch im laufenden Jahr erwartet. Unsicherheiten bestehen jedoch weiterhin bezüglich des exakten Verkaufsstarts in den USA, da noch offene patentrechtliche Streitigkeiten bestehen.
Bayer, dessen Originalpräparat Eylea bisher enorm zum Unternehmenserfolg beigetragen hat, könnte auf längere Sicht durch auslaufende Patente und das Aufkommen von Biosimilar-Wettbewerb unter Druck geraten. Nichtsdestotrotz gelang es Bayer im Jahr 2024, seinen Umsatz mit Eylea trotz der Herausforderungen nochmals zu steigern, wobei ein Umsatz von rund 3,3 Milliarden Euro erzielt wurde – fast 20 Prozent der gesamten Einnahmen im Pharmabereich.

