Feuerwerksverkauf zum Jahreswechsel: Ein stürmischer Auftakt

Mit dem Beginn des Jahreswechsels flammt auch der Verkauf von Raketen und Böllern auf. Bereits in der Nacht zum Montag stürmten Menschen in Niedersachsen die Geschäfte, um sich rechtzeitig mit dem beliebten Silvester-Equipment einzudecken. Besonders in Meppen, nahe der niederländischen Grenze, bildeten sich lange Schlangen vor einem Markt, der bereits um Mitternacht die Türen öffnete. Trotz Kälte warteten viele geduldig mit Einkaufswagen in der Hand.
Ein ähnliches Bild zeichnete sich in Bremerhaven ab, wo sich zahlreiche Menschen vor einem Feuerwerkshersteller versammelten. Viele der Wartenden vertrieben sich die Zeit mit gemeinsamen Spielen und Musik, um sich auf den bevorstehenden Verkaufsstart vorzubereiten. Auch in Hamburg-Harburg herrschte früh am Morgen reges Treiben. Feuerwerkshändler und Pyrotechniker Oliver Graetzer berichtete von einer ungebrochenen Nachfrage: "Wir hatten um 5.30 Uhr eine Schlange von 100 bis 130 Leuten und das bricht nicht ab und nimmt eher zurzeit zu".
Seit Mitternacht ist der Verkauf von Pyrotechnik für Silvester bundesweit gestattet. Sogar Onlineshops können bestellte Ware an die Haustüren liefern lassen. Der Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) erwartet gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs von 10 bis 15 Prozent im Handel. Im Jahr 2024 verzeichnete die Branche einen Umsatz von 197 Millionen Euro, eine Steigerung im Vergleich zu den 180 Millionen Euro des Vorjahres.
Doch der Verkauf von Feuerwerk ist auch Kritik ausgesetzt. In Deutschland wird über ein mögliches Böllerverbot diskutiert, wie es in den Niederlanden bereits gilt, um die Gewalt einzudämmen. Die Berliner Feuerwehr unterstützt die Idee, den Vertrieb einzuschränken. Feuerwehrsprecher Vinzenz Kasch erklärte, man befürworte eine solche Reglementierung angesichts der oft unverantwortlichen Nutzung von Silvesterfeuerwerk.

