Fed-Entscheidung: Leitzinssenkung bleibt ohne großen Effekt
Die kürzlich beschlossene Leitzinssenkung der US-Notenbank um 25 Basispunkte blieb an den Märkten ohne spektakuläre Wirkung. Trotz der Aussicht auf weitere Zinssenkungen zeigt sich der Arbeitsmarkt angeschlagen, was den Spielraum für die geldpolitische Lockerung erhöht. Fed-Chef Jerome Powell erklärte, dass die zuvor robuste Beschäftigungslage nun keine stabile Grundlage mehr biete.
Die Anleger reagierten verhalten, und die großen Indizes wie der S&P 500 und Nasdaq Composite bewegten sich kaum, während der Dow Jones leicht anstieg. Experten vermuten, dass die vorhersehbare Maßnahme das Ereignis eher zu einem 'Sell the News'-Moment machte. Der neue Fed-Vertreter Stephen Miran, ein Trump-Unterstützer, sorgte für Aufsehen, indem er für eine doppelt so große Zinssenkung plädierte.
Die Prognosen der Fed-Mitglieder für den weiteren Jahresverlauf variieren stark, wie der aktuelle Dot Plot zeigt. Die Schätzungen schwanken zwischen einer leichten Zinserhöhung und einer deutlichen Senkung um ganze 125 Basispunkte. Diese Uneinigkeit unter den Entscheidungsträgern verdeutlicht die Unsicherheiten in der zukünftigen Geldpolitik.

