FBI schließt größte Piraterie-Website für Switch-Spiele
Die US-Bundespolizei FBI hat in Zusammenarbeit mit der niederländischen Finanzfahndung FIOD eine der bekanntesten Piraterie-Plattformen für Switch-Spiele vom Netz genommen. Das berichtet Kotaku.
Die Website Nsw2u, die über Jahre hinweg eine zentrale Anlaufstelle für den illegalen Download von Spiel-ROMs war, wurde im Rahmen einer internationalen Strafverfolgungsmaßnahme beschlagnahmt. Besucher der Seite sehen jetzt einen amtlichen Hinweis des FBI, ausgestellt auf Grundlage eines US-Beschlusses nach § 18 U.S.C. 2323, der die Beschlagnahme von Eigentum im Zusammenhang mit Urheberrechtsverletzungen regelt.
Noch wenige Stunden vor der Abschaltung war die Seite laut Nutzern im Piraterie-Forum "Switch Piracy" aktiv. Erst im Mai hatte die EU-Kommission die Seite auf ihre Piraterie-Watchlist gesetzt. Nintendo selbst äußerte sich bislang nicht offiziell zu dem Vorgehen.
Der japanische Konzern geht seit Jahren konsequent gegen Urheberrechtsverstöße vor - sowohl durch zivilrechtliche Schritte gegen Emulator-Entwickler wie im Fall Yuzu, als auch durch Maßnahmen gegen kleinere ROM-Portale. Auch technische Schutzmechanismen wurden verschärft: Die Switch 2 erkennt offenbar illegale SD-Karten mit Raubkopien und sperrt diese Systeme automatisch für den Online-Dienst. Zudem behält sich Nintendo das Recht vor, Geräte bei schwerwiegenden Verstößen dauerhaft unbrauchbar zu machen.
Branchenbeobachter vermuten, dass der Konzern seine neue Hardware-Generation deutlich stärker gegen Manipulation absichern will, auch als Reaktion auf die breite Verfügbarkeit illegaler Kopien von Top-Titeln wie The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom, die auf der Original Switch bereits kurz nach Verkaufsstart kursierten.

