EZB signalisiert Zinspause: Bundesanleihen unter Druck
Die Kurse der deutschen Bundesanleihen sind am Donnerstag spürbar gesunken, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) eine Pause bei den Zinssenkungen in Aussicht gestellt hat. Der Euro-Bund-Future verzeichnete einen Rückgang von 0,66 Prozent und landete bei 130,25 Punkten.
Zugleich erhöhte sich die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen auf 2,58 Prozent. Obwohl die EZB zum achten Mal seit Juni 2024 die Leitzinsen im Euroraum senkte, indem sie den Einlagensatz um 0,25 Prozentpunkte auf 2 Prozent reduzierte, äußerte EZB-Präsidentin Christine Lagarde, dass nun ein vernünftiger Zinssatz erreicht sei. Dies deutet auf eine Atempause bei den weiteren Zinssenkungen hin.
Investmentstratege Roelof Salomons von Blackrock wies darauf hin, dass dies wohl die letzte offenkundige Zinssenkung gewesen sei. Er zeigte sich überzeugt, dass zwar weitere Senkungen folgen könnten, die EZB jedoch hinsichtlich Umfang und Timing zurückhaltend bleibt.
Während die Handelsgespräche mit den USA fortgesetzt werden, möchte sich die EZB alle Optionen offen lassen.

