EZB belässt Leitzins – Frankreichs Schulden im Fokus
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat in einer Phase politischer Unsicherheit beschlossen, die Leitzinsen im Euroraum stabil zu halten. Der Einlagezins, von entscheidender Bedeutung für Banken und Sparer, bleibt bei 2,0 Prozent, wie schon seit Juli dieses Jahres unverändert.
Währenddessen offenbart sich in den USA eine deutliche Verschlechterung des Arbeitsmarktes. Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung erhöhten sich letzte Woche um 27.000 auf 263.000, was weit über den Prognosen der Finanzexperten von 235.000 Anträgen liegt. Der vorherige Wert wurde gar noch nachträglich auf 236.000 gesenkt. Die aktuellen monatlichen Arbeitsmarktberichte hatten zuvor ebenfalls enttäuscht und lassen auf eine Schwäche am US-Arbeitsmarkt schließen.
In Sachsen verfolgt Ministerpräsident Michael Kretschmer das Ziel, das Sondervermögen des Bundes, dessen Anteil für das Bundesland bei 4,8 Milliarden Euro liegt, hauptsächlich in kommunale Hände zu übergeben. Damit sollen dringend benötigte Investitionen ermöglicht werden.
Die türkische Zentralbank hat überraschend ihren Leitzins trotz derzeit hoher Inflation erheblich reduziert. Der Zinssatz wurde um 2,5 Prozentpunkte auf insgesamt 40,5 Prozent gesenkt, was die Erwartungen der meisten Volkswirte, die von einer geringeren Senkung ausgingen, übertraf.
Im Kontext der Unterstützung der Ukraine hat die EU kürzlich eine weitere Finanzspritze in Höhe von einer Milliarde Euro überwiesen. Dieses Darlehen wird durch Zinsen aus eingefrorenen russischen Staatseigentum in der EU refinanziert.
Eine juristische Auseinandersetzung steht dem Bund ins Haus, da der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen entschieden hat, aufgrund unzureichender Finanzierung der Gesundheitskosten von Bürgergeldempfängern zu klagen. Der Verwaltungsrat beklagt einen jährlichen Fehlbetrag von zehn Milliarden Euro, den der Bund den Kassen schuldig bleibe.

