Expertenanalyse: Zölle bedrohen Nikes zukünftige Profitabilität
Ein aktueller Bericht der Investmentbank Evercore ISI, verfasst von Analyst Michael Binetti, beleuchtet die Auswirkungen der bestehenden US-Zölle auf die zukünftigen Erträge von Nike. Bis zum Geschäftsjahr 2027 könnten, ohne entsprechende Gegenmaßnahmen, bis zu 80 Prozent des operativen Ergebnisses von Nike erheblich beeinträchtigt werden. Diese bedrückenden Aussichten berücksichtigen allerdings nicht potenzielle Preisanpassungen, die das Unternehmen vornehmen könnte.
Nike befindet sich momentan in einer Phase der Umstrukturierung, die von einer vergleichsweise niedrigeren Rentabilität ausgeht, was die steuerlichen Belastungen noch schwieriger handhabbar macht. Dieses Szenario unterscheidet Nike von profitableren Konkurrenten wie On Holding, die mit einer anderen Ausgangsposition in diesen Marktveränderungen agieren.
Ein Trumpf in Nikes globaler Strategie ist der signifikante Erlösanteil von 57 Prozent außerhalb der USA, der eine gewisse Stabilität gegenüber den US-Zöllen bietet. Im Gegensatz dazu hat On Holding mit seiner starken Abhängigkeit von Vietnam als Produktionsstandort und einem Umsatzanteil von über 60 Prozent in den USA mit besonders hohen Importzöllen zu kämpfen. Diese Situation stellt eine erhebliche Herausforderung dar, die die Wettbewerbsfähigkeit in Frage stellt.
Im Fall von Birkenstock hingegen wurden lediglich geringere Belastungen durch die aktuellen Zölle prognostiziert. Dies deutet darauf hin, dass das Unternehmen in einem vergleichsweise stabileren Fahrwasser segeln könnte.

