Europas Börsen unter Druck: Vorsicht vor US-Daten und Nvidia-Ergebnissen
Europas Börsen mussten am Montag erneut Einbußen hinnehmen. Der Fokus der Anleger liegt auf den mit Spannung erwarteten, jedoch verspätet anstehenden US-Konjunkturdaten sowie den Geschäftszahlen des Technologiegiganten Nvidia. Diese Unsicherheiten sorgten für verhaltenes Verhalten auf dem Parkett.
Der EuroStoxx 50 musste einen Rückgang von 0,93 Prozent verzeichnen und schloss mit 5.640,94 Punkten. Nachdem der Leitindex der Eurozone noch am Donnerstag ein Rekordhoch über 5.800 Punkten erreichte, setzte sich die Abwärtsbewegung fort.
Börsen außerhalb der Eurozone verzeichneten geringere Verluste. Der schweizerische SMI sank um 0,29 Prozent auf 12.597,82 Zähler, während der britische FTSE 100 um 0,24 Prozent auf 9.675,43 Punkte nachgab. Im breit gefassten Stoxx Europe 600 waren die Verluste in den Sektoren überwiegend, mit dem Einzelhandel und Chemiesektor an der Spitze der Negativentwicklung. Lediglich der Versorgersektor konnte Zuwächse verzeichnen.
Unternehmensseitig war die Nachrichtenlage am Montag übersichtlich. Insbesondere die Aktien von Prosus gaben nach, obwohl die niederländische Holding im ersten Geschäftshalbjahr von ihrem florierenden E-Commerce-Geschäft profitiert hatte. Sie verzeichneten einen Rückgang um 1,8 Prozent nach Erreichen eines Rekordhochs am Donnerstag. Zudem steigerte sich der Wert ihrer Beteiligung an Tencent.
Die Ankündigung eines Milliarden schweren Aktienrückkaufprogramms konnte die Anteilseigner von Societe Generale nur bedingt erfreuen. Die Titel notierten leicht im Plus, wobei sie sich dennoch besser als der rückläufige Bankensektor entwickelten.
In Kopenhagen verbuchten die Aktien von Novo Nordisk einen Zuwachs von einem halben Prozent. Der dänische Pharmariese plant, die Preise für Abnehmpräparate des US-Wettbewerbers Eli Lilly zu unterbieten, um Marktanteile zurückzugewinnen.

