Europas Aktienmärkte schwanken weiterhin: Uneinheitliche Signale aus unterschiedlichen Branchen
Die europäischen Aktienmärkte sind nach einem kurzen Aufschwung erneut in Turbulenzen geraten. Der EuroStoxx 50, der Leitindex für die Eurozone, verzeichnete einen Rückgang von 1,36 Prozent und schloss bei 5.319,92 Punkten. Damit setzt sich das bisher volatile Muster fort, bei dem der Index in den vergangenen Wochen zwischen knapp 5.300 und gut 5.400 Punkten schwankte. Trotz zahlreicher Quartalsabschlüsse ist es dem Markt als Ganzem nicht gelungen, einen klaren Richtungstrend zu entwickeln.
Auch außerhalb der Eurozone war die Stimmung gedämpft. Der Schweizer SMI fiel um 0,80 Prozent auf 11.836,00 Punkte, während sich der britische FTSE 100 mit einem leichten Minus von 0,05 Prozent auf 9.132,81 Punkte etwas stabiler zeigte. Im Bankensektor gab es allerdings positive Ausnahmen. BBVA und Societe Generale verzeichneten nach ihren neuesten Berichten Kursgewinne von 7,4 beziehungsweise 6,9 Prozent. Besonders BBVA beeindruckte mit ambitionierten Gewinnzielen bis 2028. Analysten von RBC lobten zudem Societe Generale für effektive Kosteneinsparungen.
Auch im Energiesektor gab es Lichtblicke. Shell übertraf im zweiten Quartal die Gewinnerwartungen und plant, seine Aktienrückkäufe fortzusetzen. Dies resultierte in einem Kurszuwachs von 1,2 Prozent in London. Der britische Triebwerksproduzent Rolls-Royce profitierte ebenfalls von gesteigerter Nachfrage und Effizienzgewinnen, was der Aktie ein Plus von 8,5 Prozent bescherte.
Auf der Schattenseite der Bilanz musste AB Inbev deutliche Verluste hinnehmen. Die Aktie stürzte um fast 12 Prozent ab, da die positiven Ergebnisentwicklungen durch schwache Verkaufszahlen überschattet wurden. Im Rohstoffsektor drückte ArcelorMittal mit einem Minus von 2,6 Prozent auf die Stimmung, nachdem der Stahlerzeuger seine Prognosen für die globale Stahlnachfrage heruntergeschraubt hatte. Außerdem verlor Sanofi im Pharmasektor 7,8 Prozent, da die Gewinnzahlen unter den Erwartungen blieben.

