Europäischer Mediensektor unter Druck: ProSiebenSat.1 und Publicis enttäuschen

Der europäische Mediensektor stand am Dienstag im Schatten negativer Branchennachrichten. Der TV-Gigant ProSiebenSat.1 musste für das vergangene Jahr noch größere Verluste als erwartet verbuchen, ausgelöst durch den anhaltenden Rückgang im TV-Werbemarkt. Diese Meldung sorgte dafür, dass der Aktienkurs des Unternehmens, das im SDax gelistet ist, um 2,4 Prozent sank - und das trotz der bevorstehenden Übernahme durch den Mitbewerber MediaForEurope. Händler berichteten zudem von einem negativen Effekt auf die im MDax notierten Aktien des größeren Rivalen RTL, die einen Rückgang von 2,5 Prozent verzeichneten.
Zusätzlich trübte der französische Werberiese Publicis die Stimmung, indem er einen pessimistischen Ausblick präsentierte. Dies führte dazu, dass die Aktien des Unternehmens an der Pariser Börse rund acht Prozent verloren. Infolgedessen sank der gesamteuropäische Sektorindex Stoxx Europe 600 Media um vier Prozent und erreichte sein niedrigstes Niveau seit Oktober 2023.
Publicis konnte zwar beeindruckende Ergebnisse für das vierte Quartal sowie das abgelaufene Geschäftsjahr vorlegen, doch die Analysten zeigten sich besorgt über eine zurückhaltende Wachstumsprognose für 2026. Diese deutet auf einen verlangsamten Werbemarkt hin, während ungünstige Währungseffekte zusätzlichen Gegenwind verursachen. Auch die Aktien von Ströer wurden in Mitleidenschaft gezogen und verloren im MDax 2,4 Prozent an Wert.

