Europäische Staaten setzen Ultimatum im Streit um iranisches Atomabkommen
In einem koordinierten diplomatischen Schritt haben sich die Außenministerien der USA, Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens auf einen gemeinsamen Zeitrahmen geeinigt, um eine Lösung für das umstrittene iranische Atomabkommen zu finden. Laut einem Bericht des US-Mediums "Axios" wurde bei einem Telefongespräch vereinbart, bis Ende August ein Abkommen zu erreichen. Die Dringlichkeit wurde unterstrichen, da das im Jahr 2015 geschlossene Wiener Abkommen bald ausläuft.
Tammy Bruce, die Sprecherin des US-Außenministeriums, betonte, dass das Gespräch sich um die Verhinderung einer iranischen Atomwaffe drehte. Konkretere Einzelheiten wurden jedoch nicht veröffentlicht. Alle Beteiligten zeigten sich entschlossen, die diplomatische Herausforderung zu bewältigen.
Sollten die Verhandlungen scheitern, planen die europäischen Staaten, auf den sogenannten Snapback-Mechanismus zurückzugreifen. Diese Maßnahme ermöglicht es, UN-Sanktionen wieder in Kraft zu setzen, falls der Iran die geforderten Bedingungen nicht erfüllt. Der deutsche Außenminister Johann Wadephul brachte hierzu bereits im ZDF zum Ausdruck, dass die Europäer dieses Druckmittel im Schulterschluss mit Washington einsetzen wollen, während sie weiterhin eine verhandelte Lösung anstreben.
Dem Bericht von "Axios" zufolge beabsichtigen die europäischen Länder, dem Iran in den kommenden Tagen die Botschaft zu übermitteln, dass er durch kooperative Schritte das Aufleben der Sanktionen verhindern kann.

