Europäische Sicherheitsgarantien für die Ukraine: Fünf Nato-Staaten schmieden Pläne
Fünf bedeutende Nato-Staaten Europas, zu denen Frankreich, Deutschland, Italien, Polen und Großbritannien gehören, erarbeiten derzeit militärische Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Ziel ist es, den Weg zu einem Friedensschluss mit Russland zu ebnen und abzusichern.
Die Verteidigungsminister der beteiligten Staaten ließen nach Gesprächen in Paris jedoch offen, wie diese potenzielle Friedenstruppe genau ausgestaltet und wie stark sie sein könnte. Der britische Verteidigungsminister John Healey betonte die Bemühungen Großbritanniens gemeinsam mit Frankreich, als treibende Kräfte hinter den Friedensinitiativen zu agieren.
Paris und London streben an, eine "Koalition der willigen Länder" zu formen, um die Sicherheitslagen in der Ukraine sowie die Verteidigungsausgaben zu stärken und somit die Sicherheit Europas zu gewährleisten. Frankreichs Verteidigungsminister Sébastien Lecornu unterstrich die Notwendigkeit, zunächst die ukrainische Armee als Teil der Sicherheitsgarantie zu stärken.
Seinem zufolge wird dieser Prozess eine langfristige Unterstützung und Zusammenarbeit erfordern. Lecornu deutete jedoch an, dass die Entsendung europäischer Truppen eher auf die polnisch-ukrainische Grenze als auf direkte Kampfhandlungen abzielen könnte.
Die Minister erörterten auch verstärkte Rüstungsanstrengungen und eine engere Vernetzung ihrer Streitkräfte. Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius äußerte, dass durch gemeinsames Handeln für die Sicherheit in Europa und die Überwindung nationaler Interessen alle Beteiligten gestärkt würden.
Eine wichtige Komponente sei die schnellere und einheitlichere Beschaffung militärischer Ausrüstung in größerem Umfang.

