Eurokurs stabil nach Verlusten: Fed und Inflationsrisiken im Fokus

Der Euro hat am Donnerstag nach seinen vorherigen Verlusten Anzeichen einer Stabilisierung gezeigt und notierte am Vormittag bei 1,1800 US-Dollar. Dies lag leicht über dem Niveau des Vorabends. Die Europäische Zentralbank hatte ihren Referenzkurs zuletzt bei 1,1845 Dollar festgelegt, im Vergleich zu 1,1826 Dollar am Dienstag.
Der Rückgang des Euro am Mittwoch war auf eine Reihe positiver Konjunkturdaten aus den USA zurückzuführen. Im späteren Handel verstärkte die Gemeinschaftswährung ihre Verluste weiter, nachdem aus dem Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve hervorging, dass inflationäre Risiken betont wurden. Einige Vertreter der Notenbank bemerkten, dass eine Erhöhung der Leitzinsen in Betracht gezogen werden könnte, falls die Inflation über den Erwartungen liegt.
Ökonom Paul Ashworth von Capital Economics bleibt der Ansicht, dass der designierte Fed-Chef Kevin Warsh Schwierigkeiten haben wird, seine Kollegen vom Bedarf einer drastischen Zinssenkung in diesem Jahr zu überzeugen. Ashworth erwartet, dass das Wachstum der Beschäftigung, das Inflationäre Risiken nach sich ziehen könnte, an Fahrt gewinnt. Er verwies außerdem darauf, dass die Kerninflation voraussichtlich über dem Zielwert der Fed von zwei Prozent bleibt, wobei Energie- und Nahrungsmittelpreise unberücksichtigt bleiben.
Am Donnerstag stehen nur wenige wirtschaftliche Termine an, doch am Nachmittag werden die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus den USA veröffentlicht. Der Fokus am Wochenschluss liegt auf den Einkaufsmanagerindizes aus Europa und Deutschland sowie auf der ersten Schätzung des US-Bruttoinlandsprodukts für das vierte Quartal 2025.

