Eurokurs erholt sich: Spannung bleibt hoch
Die europäische Gemeinschaftswährung hat am Montag einen leichten Aufwärtstrend gezeigt und notierte am Nachmittag bei 1,1344 US-Dollar. Damit kletterte der Euro leicht über den Kurs, den er im frühen Handel notiert hatte. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs knapp darunter auf 1,1343 Dollar an, unverändert zum letzten Freitag.
Hinter dem Druck auf den Dollar steht die schwer einzuschätzende Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump. Eine Eskalation droht durch die Ankündigung auf der Social-Media-Plattform Truth Social, hundertprozentige Importzölle auf alle Filme zu erheben, die im Ausland produziert werden und in die Vereinigten Staaten gelangen wollen. Dieses Vorhaben sorgt für Verwirrung und belastet den Dollar weiter.
Entgegen der Erwartungen halfen positive Konjunkturergebnisse aus den USA der Währung nicht. Insbesondere eine überraschende Besserung der Stimmung im Dienstleistungssektor konnte nicht gegen die Unsicherheiten aufgewogen werden. Experten der Helaba merken an, dass zwar die Konjunktursorgen gemildert wurden, im Industriebereich jedoch bereits ein Rückgang unter die kritische Marke von 50 Punkten verzeichnet wurde. Dies könnte der Fed Raum geben, ihre derzeitige geldpolitische Zurückhaltung beizubehalten, ohne den Zinssenkungserwartungen nachzugeben.
Am vergangenen Mittwoch hatte die US-Notenbank die Leitzinsen beibehalten, ungeachtet der massiven Kritik seitens Präsident Trump. Auch in dieser Woche dürfte eine Veränderung unwahrscheinlich sein.
Im Vergleich zu anderen Hauptwährungen setzte die EZB die Referenzkurse für den Euro auf 0,85150 britische Pfund, 163,19 japanische Yen und 0,9336 Schweizer Franken fest. Unterdessen zog der Goldpreis an: In London kostete die Feinunze Gold am Nachmittag 3.315 Dollar, was einen Anstieg von rund 75 Dollar binnen eines Tages bedeutete.

