Euro zeigt Stärke - Franken gerät unter Druck
Der Euro konnte zuletzt seine Kursgewinne verteidigen und wurde im New Yorker Handel mit einem Wert von 1,1625 US-Dollar gehandelt. Zuvor festigte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs der Gemeinschaftswährung auf 1,1643 Dollar – höher als am Vortag. Damit kostete der Dollar 0,8588 Euro.
Angetrieben wurde diese Entwicklung durch schwache Konjunkturdaten aus den USA. Der jüngst veröffentlichte Arbeitsmarktbericht sorgte für Enttäuschung und stellte ein Bild eines schwächeren Arbeitsmarktes dar. Auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen stärker als ursprünglich prognostiziert. Dies nährt Spekulationen über eine bevorstehende Zinssenkung der Federal Reserve, was wiederum dem Euro weiteren Rückenwind verleiht.
Im Gegensatz dazu sieht sich der Schweizer Franken zunehmenden Herausforderungen ausgesetzt. Mit Beginn dieser Woche gelten für die Schweiz rekordverdächtig hohe Zölle auf US-Produkte. Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter und Wirtschaftsminister Guy Parmelin kehrten trotz Gesprächen in Washington ohne Fortschritte nach Hause zurück. Wirtschaftsexperten befürchten nun weitreichende Konsequenzen für den Arbeitsmarkt in der Schweiz.

