Euro zeigt sich stabil – Hoffnung auf Zinssenkung durch EZB wächst
Zum Ende der Handelswoche zeigte sich der Euro gegenüber dem US-Dollar relativ stabil. Währung des US-Geschäfts konnte die europäische Gemeinschaftswährung einen Großteil ihrer zwischenzeitlich erlittenen Verluste wieder wettmachen und notierte zuletzt bei 1,1358 Dollar.
Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1339 US-Dollar festgelegt, verglichen mit 1,1281 Dollar am Vortag. Ökonomen hegen weiterhin die Erwartung auf eine Leitzinssenkung durch die EZB, gestützt durch kürzlich veröffentlichte Inflationsdaten aus der Eurozone. Während in Ländern wie Spanien und Italien die Inflationsraten sanken, zeigte sich in Deutschland ein leichter Anstieg, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI).
Ralph Solveen, Volkswirt bei der Commerzbank, kommentierte, dass die jüngsten Inflationsentwicklungen nicht von einer Zinssenkung durch die EZB kommende Woche abhalten dürften – möglicherweise gefolgt von einem letzten Schritt im September. Positive Signale kamen unterdessen aus den USA: Die verfügbaren Einkommen der Privathaushalte stiegen im April stärker als erwartet, begleitet von einem Anstieg der Konsumausgaben.
Obwohl das Konsumklima im Mai stagnierte, fiel das Ergebnis besser aus als zunächst prognostiziert. Der anhaltende Zollstreit zwischen den USA und China sorgt weiterhin für Unruhe an den Märkten. US-Präsident Donald Trump beschuldigt China, getroffene Vereinbarungen im Handelsstreit zu brechen, was weltweit für wirtschaftliche Unsicherheiten sorgt.
Trumps Vorwürfe betonen erneut die Komplexität und die anhaltende Belastung durch den internationalen Handelskonflikt.

